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Was ist Xingyiquan und was bringt das Xingyiquan-Training?

Xingyiquan (形意拳) ist eine chinesische Kampfkunst und wird zu den inneren Kampfkünsten(neijia) gezählt.
"Xing" bedeutet im Chinesischen (Mandarin) etwa Form oder Bewegung. "Yi" könnte man mit Geist, Wille, Idee oder Aufmerksamkeit übersetzen und "Quan" bezeichnet den Kampf. Der Schüler soll durch das intensive Training der Form erkennen, dass alle Bewegungungen in seinem Geist entstehen.

Mit der Zeit soll die Reaktionszeit möglichst verkürzt werden; die Verzögerung zwischen der „Idee“ und der Ausführung sollte gegen "Null" gehen. Dieses Ziel wird unter anderem durch Standmeditation, Atem- und Vorstellungstraining, Partnerübungen und Sparring erreicht. Obwohl  das Training auch Formen enthält, ist ein guter Xingyiquan Übender in der Lage auf ganz unterschiedliche Angriffe, natürlich (also ohne Festlegung auf starre Formen), extrem schnell zu reagieren.


Die Techniken des klassischen Xingyiquan sind von Speertechniken inspiriert worden und sind dementsprechend geradlinig und explosiv. Obwohl sie vom äußerlichen Ablauf her nicht sonderlich kompliziert scheinen, muss der Übende fast immer entspannt bleiben und es vermeiden nur "rohe Muskelkraft" zu verwenden. Deshalb ist es weitaus schwieriger die Bewegungen zu beherrschen, als es auf den ersten Blick scheint.

Ursprung und Geschichte


Über den Ursprung des Xingyiquan wird erzählt, dass der Stil von General Yue Fei (1103 bis 1142, Song Dynastie) entwickelt wurde. Yue Fei, geboren in der Provinz Henan, war ein nationaler Kriegsheld und wehrte mit seinen Streitkräften viele Angriffe der Jin-Herrscher ab. Er soll Xingyiquan aus dem Speerkampf entwickelt haben, den er angeblich meisterlich beherrschte. Ihm wird auch eine Niederschrift über die Kampftechnik Xingyiquan zugeschrieben, allerdings ist es zweifelhaft ob er der Autor ist, obwohl die Beschreibung der Techniken tatsächlich einige Ähnlichkeiten mit Yue Fei’s Schrift über den Stil der "Adlerklaue" aufweist.

Fünfhundert Jahre nach seinem Tod soll ein junger Mann namens Ji Jike (auch  bekannt als Ji Longfeng ) die Xiongju-Höhle auf dem Zhongnan-Berg besucht haben, wo er ein Buch über Kampfkunst erhielt. Angeblich verfasst von General Yue Fei. Aus diesen Schriften lernte er Xingyiquan und begann später diese Kampfkunst als Erster zu unterrichten. Auch wenn man annimmt, dass Ji Jike den Stil als erster mehr oder weniger öffentlich unterrichtete, kann die Behauptung, dass er Xingyiquan aus einem Buch gelernt hat sicherlich angezweifelt werden.


Im Lauf der Zeit entwickelten sich im Wesentlichen drei Schulen/Stile:
-die Shanxi-Schule, entstanden in Ji Jikes Heimatprovinz Shanxi.
-die Heibei-Schule geht zurück auf Li Feiyu aus der Provinz Hebei, einem Schülerschüler von Cao Jiwu, der wiederum ein Schüler von Ji Jike war. Dieser Stil wird heute am häufigsten geübt.
-die Henan-Schule, die von Ma Xueli, einem Schüler von Jike aus der Provinz Henan gegründet wurde.


Techniken und Übungen


Die Techniken des Xingyiquan basieren auf der Dreifachen Stellung (Santishi) die in den klassischen Schulen, die für Standmeditation verwendet wird. Aus Santishi entstehen die fünf Elemente bzw. Fausttechniken und die 12 Tierformen (je nach Stil verschieden). Daneben existieren auch Partnerformen, sowie  diverse Waffenformen wie, Speer, Stock und Schwert. Allen ist aber eines gemein, dass sie auf die 5 Elemente und die Tierformen und somit indirekt auf Santishi zurückgehen. Deshalb kommt der Dreifachen Stellung auch große Bedeutung zu.

Santishi
Die Santistellung ist die Ausgangs- und Endstellung aller Xingyi-Techniken, weshalb in der Ausbildung besonderen Wert auf das Einnehmen und längere Halten dieser Stellung gelegt wird. Diese soll neben der körperlichen Ausdauer besonders die Entwicklung der inneren Energie (neigong) und der Konzentration fördern.


Der Rücken soll gerade sein, die Brust wird leicht nach innen gewölbt, das Becken lässt man dabei locker nach vorne hängen. Insgesamt ist es wichtig, dass der Körper  entspannt ist. Das Gewicht liegt (je nach Stil) mehr auf dem hinteren Bein oder auch zwischen beiden Beinen verteilt, während der Oberkörper etwa 45° gedreht ist.

Aus der gegnerischen Perspektive ist der Oberkörper eingedreht, die Hüfte aber frontal zu Gegner. Die Ellenbogen hängen, und im Körper sollte  es keine Muskelverspannung geben. Beide Beine drücken konstant nach Außen, sodass der Xingyiquan-Kämpfer nur ein Bein anheben muss und somit, die  Richtung  sehr schnell ändern kann.


"Dreifache Stellung" bezieht sich auf die drei Abschnitte des Körpers: Kopf, Rumpf,Arme und Beine, denen entsprechend der daoistischen Philosophie der Himmel, der Mensch und die Erde zugeordnet sind.

 

A. Xingyiquan Theorie

B. Xingyiquan Übungen

...in Arbeit...


1.Xingyiquan 形意拳
2.Xingyi Schwert 形意剑
3.Xingyi Säbel  形意刀
4.Xingyi Speer  形意枪
5.Xingyi Stock  形意棍
6.Xingyi Sanshou  形意散手

 

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